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Offener Brief an den Deutschen Tierschutzbund – Präsident Herr Apel -
zu der Veröffentlichung in „Du und das Tier“, Ausgabe 2/2004
1) Zum Artikel Catnapping – Freund vermisst des DTSB
1. Teil (Autorin: Kerstin Schniederkötter)
Es ist ja ein superguter Rat, Hunde und Katzen nachts im Haus zu behalten. Bei Hunden ist das in der Regel möglich, aber probieren Sie das mal mit Katzen, die in ländlicher Umgebung aufgewachsen sind und jahrelang Freiheit genossen, sie ausgerechnet in lauen Sommernächten einzusperren. – Was passiert: sie machen künftig einen großen Bogen um ihren „Dosenöffner“, entwickeln eine regelrechte Panik – so jedenfalls meine Erfahrung. Da im übrigen Tiere auch tagsüber verschwinden (angebundene Hunde vor Supermärkten z.B. oder Katzen in den frühen Morgen- oder Nachmittagsstunden), ist diese Taktik auch nicht besonders effektiv.
Wie wollen Sie Täter erwischen, die insbesondere nachts on Tour sind? Wer kann sich Nächte um die Ohren schlagen, wenn er berufstätig ist? Tagsüber werden sie sich schon gut absichern, sie wollen ja schließlich nicht beobachtet werden.
Haben Sie schon einmal tagsüber einen Einbrecher gesichtet? – Nein? Wieso werden dann trotzdem immer wieder speziell vormittags oder auch in den früheren Abendstunden Häuser und Wohnungen aufgebrochen? – Kann doch gar nicht sein, vielleicht beklauen sich ja die Betroffenen selbst und verwüsten dann alles oder engagieren sie einen Freund dafür? – Das fällt mir zu Ihrer Art der Argumentation ein.
Ab und zu wurden in Zusammenhang mit dem Haustierklau ja auch Fremde gesichtet (in der Regel in einiger Entfernung). Die Fänger sind offenbar sehr geschickt, bis heute ist nicht klar, welches Lockmittel sie verwenden. Es muss auf jeden Fall etwas sein, was im Handel nicht ohne weiteres zugänglich ist. Ich habe alle probaten Mittel ausprobiert (um schwierige Katzen aneinander zu gewöhnen), geholfen hat schier gar nichts. – Vielleicht wäre das für die berufsmäßigen Tierschützer mal eine Aufgabe, darüber ließen sich doch möglicherweise die Verteiler ausfindig machen.
Es geht gar nicht in erster Linie darum, wenn ein Diebstahl der Polizei gemeldet wird, dass diese auch tataufklärend tätig wird – das tut sie in der Regel sowieso nicht. Es geht darum, Fakten zu schaffen, um die Politik unter Druck zu setzen. Bisher wird immer wieder argumentiert, es lägen der Polizei keine oder kaum Anzeigen vor. Das ist richtig: viele Leute scheuen den Aufwand, weil sie sich davon nichts erhoffen und es gibt auch immer noch einige, die nicht informiert sind.
Was sind übrigens unseriöse Tierschutzorganisationen? Unterscheiden sie sich möglicherweise von den „seriösen“??? dadurch, dass sie ehrenamtlich tätig sind?
Steht nicht gerade der Tierschutz bei Insidern in dem Ruf, Korruption geradezu magisch anzuziehen (z.B. indem Spenden bar vereinnahmt werden, die dann nirgends in den Büchern auftauchen)? Sind nicht immer wieder Funktionäre großer Organisationen aufgefallen, nachdem sie Millionen an Spendengeldern veruntreut haben (wo man es nachweisen konnte)?
Fällt es niemandem auf, dass sich gewisse Tierschützer ganz offensichtlich „eine goldene Nase“ verdienen?
Es wird unter der Hand manchmal bekannt, wenn Spendengelder ohne Beleg geflossen sind und in „dunklen Kanälen“ verschwanden, (besonders ältere gutbetuchte Damen machen diesen Fehler), nur kann man es mangels Beleg eben nicht öffentlich machen bzw. gerichtlich verfolgen. Dass damit auch und gerade „große Namen“ im Tierschutz genannt werden, ist kein Zufall. Die Gier nach Macht und Ansehen zieht eben oft charakterlich labile Menschen an und was verschafft mehr (vermeintliches) Ansehen als Geld und Besitz?
Man sieht das ja auch deutlich an den meisten Politikern und Managern: Sekt trinken und Selters predigen, das ist hier das Motto. Die Steuerzahler und „kleinen Leute“ zahlen die Zeche für unqualifizierte Politiker, die sich für viel Geld (falsch) beraten lassen (wer kann das sonst schon in seinen Job?), horrende Pensionen beziehen etc. – trotz Unfähigkeit. Die Firmen werden zu Tode saniert, Arbeitsplätze verschwinden, aber vorher stopfen sich die Manager noch die Taschen voll. Nur dass das Geld letztlich ihr Problem - die krampfhafte Suche nach wahrhaftiger, bedingungsloser Zuneigung und Anerkennung - nicht lösen wird.
Was den Tierschutz betrifft, kann man nur hoffen, dass die oben angesprochenen Machenschaften irgendwann doch auffallen und aufgeklärt werden. So mancher aus der Umgebung dieser „Saubermänner“ wird sich dann erstaunt die Augen reiben.
Eine Lösung wäre, diese Leute mal bewusst „ins Messer“ laufen zu lassen – das nur als Anregung für diejenigen, die die Möglichkeiten und den Mut dazu haben!
Noch ein kleiner Hinweis: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere ja auch an einen Ausspruch wie: Besonders ältere Damen lassen sich gut abzocken (sinngemäß). – Dann verfolgen Sie doch mal den Werdegang dieser Person! Durch Tierschutzarbeit sind schon viele arm aber auch einige ganz schön reich geworden!
Auf das endlich diejenigen aus dem Tierschutz verschwinden, die sich sehr gut verkaufen können, aber gleiches auch mit ihren Idealen getan haben und in Wirklichkeit nur noch ein Interesse verfolgen: nämlich sich selbst zu Reichtum zu verhelfen, den sie vorzugsweise im Ausland „verstecken“.
Soviel zu dem Thema seriöse und unseriöse Tierschutzorganisationen.
2) Zum 2. Teil des Artikels Catnapping / Freund vermisst /K.Schniederkötter/H.Betz)
Wer kontrolliert die Versuchstierzüchter und wie oft? Hat das Beispiel Covance nicht erst vor kurzem gezeigt, wie „effektiv“ Kontrollen von einigen staatlich angestellten Veterinären tatsächlich sind?
Schön, das der DTSB gleich für sich und sein Haustierzentralregister Werbung macht, in dem auch sicherlich überwiegend unterbezahlte Idealisten tätig sind. Aber leider zeigt die Erfahrung, dass die Tätowierung gegen Tierdiebstahl überhaupt nicht schützt, denn ein Großteil der nicht wieder-aufgefundenen Katzen z.B. waren tätowiert. Sicher finden auch Tiere wieder nach Hause und werden dann nicht gemeldet, aber es gibt eben auch eine große Anzahl derjenigen, die nie wieder auftauchen.
Die Frage ist, wieso legt nicht der DTSB Beweise vor, wo doch ein hochgelobter Journalist und Duzfreund von Herrn Apel vor einigen Jahren schon im TV öffentlich erklärte, er habe welche?
Wieso gibt er diese dann nicht preis, recherchiert interessanterweise aber auch (seit Jahren) nicht weiter und ist für niemanden, von dem er unangenehme Frage befürchtet greifbar, da angeblich ständig in totalem Arbeitsstress? – Was soll man davon halten?
Wer soll denn von den unseriösen, nebenberuflichen Tierschützern diese Beweise erbringen können, oder sollten es vielleicht die Betroffenen selbst tun? Wozu kassiert der DTSB jedes Jahr von gut-gläubigen Tierfreunden Millionen an Spenden und Erbschaften? Doch nicht etwa um umfassenden Tierschutz zu betreiben? Und wieso tut er sich so schwer, von diesen Millionen meinetwegen eine halbe (wenn es denn überhaupt so viel sein muss) für dieses leidige Thema aufzuwenden? Das nährt doch ebenso wie dieser Artikel erhebliche Zweifel an dem tatsächlichen Aufklärungswillen des DTSB.
Ich kann nur jedem Spender den guten Rat geben, prüfen Sie genau, wem Sie Geld geben und geben Sie es niemals in bar!
Es gibt auch die These, dass „der Tierschutz“ selbst (z.B. einige bundesweit vernetzte Organisationen, die sogar staatlich gefördert werden) Tiere untereinander „verschieben“, denn die Vermittlungs-gebühren bilden ja neben den Spenden die Grundlage der Existenz, zumal der „Umschlag“ in diesen Tierheimen immer erstaunlich flott vonstatten geht, da man wohl nicht so hohe Maßstäbe an die Interessenten legt. – Wie ich finde, eine ebenfalls nicht von der Hand zu weisende Vermutung, wenn man die Aktivitäten der verdächtigen Tierheime eine Weile verfolgt. Vor allen Dingen gibt es oft frappierende Vermittlungserfolge über Nacht (im wörtlichen Sinne). Wer so etwas in seinem Verein schon beobachtet hat, der wird spätestens jetzt hoffentlich hellwach!
Es sind in der Vergangenheit auch sogenannte Gnadenhöfe aufgefallen, weil dort Tiere auftauchten, die irgendwo vermisst wurden, aber aus irgendeinem Grund (weil man es z.B. mit einen „gnädigen“ Richter oder einem unwilligen Polizeibeamten zu tun hatte) wurden Anzeigen letztlich nieder-geschlagen und die Betroffenen waren hinterher so zermürbt, dass sie keine Kraft für weitere Auseinandersetzungen hatten.
Der Absatz „Die vermissten Fälle lassen sich erklären“ ist der reine Hohn. Sie reden hier von einer offiziellen Statistik – aber wie viele „Hinterhoflabors“ sind denn davon erfasst? Es widerspricht außerdem nicht nur der oben angeführte Aussage des besagten Journalisten, sondern auch Veröffentlichungen, die Sie z.B. im englischen Internet finden können. Und wer kontrolliert übrigens die ausländischen Firmen, die für andere hier in der BRD auftragsmäßig Versuche durchführen? Woher will man es denn überhaupt wissen, wenn die Firmen ihren eigentlichen Zweck verschweigen?
Da höre ich schon wieder im Geiste: „Aber das wäre ja illegal!“ Dazu kann ich nur entgegnen:
„Wo kein Kläger, da kein Richter.“
Und warum soll es nicht möglich sein, im Zuge der offenen Grenzen die Tiere ins Ausland zu verfrachten, wahrscheinlich betäubt, denn es sollen ja schon Tiere mit Verhaltensstörungen und eigenartigen Verletzungen, die von einem Elektroschocker stammen könnten, nach Tagen wieder zu Hause aufgetaucht sein, d.h. sie hatten offensichtlich das Glück, flüchten zu können.
Sicher kommen auch da und dort Jäger in Frage, aber auch diese Argumentation kann so nicht stehen bleiben. Es sind manchmal in einer Nacht in einer Straße mehrere Katzen verschwunden. Da die Katzen in der Regel nicht im Rudel kilometerweit laufen, sondern die naheliegenden Felder und Wälder aufsuchen, würde jeder nächtliche Schuss von irgendjemandem registriert. Dazu kommt: es kommen auch Katzen in kleineren Städten weg oder im innerörtlichen Bereich, wo kein Jäger schießen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er stattdessen nachts mit dem Rucksack umherzieht und Katzen für die Jagdhundeausbildung einfängt.
Tatsächlich kommen auch Katzenhasser in Betracht, aber in der Regel klaut sich ein solcher Mensch nicht in einer Nacht gleich mehrere Katzen und danach wieder über viele Monate bis Jahre nichts. Das widerspricht jeder psychologischen Erkenntnis. Ebenso wenig wird er von Ort zu Ort ziehen.
Zu den Kfz-Kennzeichen: Wer die einschlägigen Fahrzeuge schon gesehen hat, dem fällt auf, dass die Kennzeichen in der Regel total verdreckt sind oder aber gefälscht, wenn mal eines von seriösen Tierfreunden) abgelesen werden konnte. Die Kennzeichenbeleuchtung funktioniert meistens nicht oder nicht ausreichend. – Wenn man mal davon ausgeht, dass es sich hier um ein lohnendes Geschäft handelt, was von entsprechend gewieften Kriminellen und ihren gut instruierten Helfern geführt wird, dann wird klar: alles ist bestens durchdacht und keineswegs dem Zufall überlassen. Das genau macht die Sache so schwierig und lässt auch die engagierten Tierschützer immer wieder fassungslos zurück. Man braucht dazu kein Abitur – Gute Menschenkenntnis und die sogenannte Bauernschläue sind so mancher akademischen Ausbildung in diesem Metier um Nasenlängen voraus.
Hat man sich je die Mühe gemacht, die Altkleidersammler bzw. die von diesen beauftragten Sammlerorganisationen) näher unter die Lupe zu nehmen? Wieso besteht oft ein zeitlicher Zusammenhang mit den Sammlungen und dem Verschwinden etlicher Tiere? Da könnte man doch, ohne große Kosten zu produzieren, als erstes Detektive ansetzen. (Wobei ich die woanders ansetzen würde, nämlich da, von wo aus die Tiere dann wieder „im Verteiler“ landen, wenn man mal von dem Verdacht ausgeht, dass Labors dahinterstecken.). Die Polizei kann ja immer nur tätig werden, wenn ein ausreichender Verdacht besteht. Da es sich hier aber um „Kleinkriminalität“ handelt, würde man auch günstigsten Falle keine tagelange Observation erwarten können.
Wenn im Großraum München ermittelt wurde und es laut Kripo keine Anhaltspunkte für organisiertes Verbrechen gab, denn schauen Sie sich doch mal den Fall des alten Mannes aus dem Jahr 1997 aus dem Raum München an: Der Staatsanwalt hat ihm unterstellt, dass er die ca. 70 total verwahrlosten Tiere aus Tierliebe oder was immer „gesammelt“ hat. Es hätte einer Anweisung genau dieses Staatsanwaltes bedurft, wenn er denn einen Verdacht abgeleitet hätte (was allein in der Einschätzung besagten Staatsdieners lag), diesen Menschen später eine Weile zu observieren. – Ohne diesen „Marschbefehl“ geht in unserem Beamtenstaat überhaupt nichts, aber dass müssten auch die Juristen wissen, die der DTSB beschäftigt.
Dieser Artikel ist nicht nur blauäugig, er ist vor allen Dingen tendenziös, denn er vermittelt den Eindruck, den Haustierklau gäbe es nur in den Köpfen einiger verwirrter Zeitgenossen, respektive der „unseriösen“ Tierschützer, die es sicher auch gibt, aber nicht in dem Ausmaß, wie hier dargestellt.
Ist er aber nicht in erster Linie dazu angetan, die über viele Jahre hinweg zu verfolgende Untätigkeit u.a. des DTSB als der größten und finanzkräftigsten deutschen Tierschutzorganisation zu sanktionieren? Und wie will man mit einem solchen Artikel potentielle Spender animieren?
Heidi K., Frankfurt
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